Wenn man eine Reise tut, so kann man was erleben, so nahm ich mir mein
Stock und Hut, und tät das Reisen wählen. Diese Satz trifft auf die
17jährige Blondine Sunny nur halbwegs zu, denn eigentlich wollte sie
nicht auf eine Schiffsreise durch das Bermuda-Dreieck auf welche ihre
Eltern sie mitgenommen haben. Bei einem Gewitter wird Sunny über Bord
gestoßen und schwemmt auf einer unerreichbaren, aber doch bewohnten
Insel an, auf der etwas mysteriöses vorgeht. Hätte Sunny besser zu Hause
bleiben sollen? Ich bezweifle dies, denn wäre dem Gamer eine
interessante Story verweht geblieben.
Zugegeben – die
Insel-Storyline ist abgegriffen. Nicht nur, dass Bücher (Der Herr der
Fliegen) oder Filme davon handeln, nein, auch Spiele handeln immer öfter
von Personen, die auf einer Insel angeschwemmt werden. Für
Nintendo-Spieler ist Lost in Blue erwähnenswert, PC Fans sollten sich an Monkey Island zurückerrinnern.
Aber wenn wir wieder
zurück auf die Story schauen, erwartet den Spieler eine sehr
interessante Reise über die von der Zivilisation abgelegene Insel. So
gibt es mehrere Kapitel, in denen ihr Quests im Adventure-Stil erfüllen
müsst. Erfüllt ihr den ersten, werdet ihr direkt mit einem wichtigen
Schlüsselfigur des Spieles in Kontakt gebracht und ihr erfahrt einige
grundlegende Dinge über die Insel. Nett ist, dass jeder noch so kleine
Dialog in deutscher Sprachausgabe gesprochen wird, sodass ihr alles
mithören könnt. Habt ihr alle Quests erledigt, startet das nächste
Kapitel.
Ziemlich häufig gibt es nach dem Beenden eines Levels einen
Rollentausch zwischen einem gewissen Nathaniel und eben Sunny. Das
Steuerung von Nathaniel findet allerdings in der Vergangenheit statt, da
dies nur ein Traum von Sunny ist. Den jungen Mann gab es aber wirklich
und nach Befragung der spannend inszenierten Insel-Charakter stellt sich
heraus, dass irgendetwas mysteriöses auf der Insel vorgeht. Hat
vielleicht der böse Caiptn One-Eye, der Jugendliche in seiner Goldgrube
schuften lässt, etwa seine Finger im Spiel.
Begleitet wird die
Story vom typischen Adventure-Feeling. Dinge beobachten, anklicken und
kombinieren. Beim Testen konnte ich einen angenehmen Schwierigkeitsgrad
feststellen. Es war ziemlich leicht zu spielen, aber trotzdem so, dass
man viel nachdenken musste, um es zu schaffen. Zur Lockerung gibt es
neben den Denkspielchen noch Minispiele, die aber auch etwas mit der
Story zu tun haben. Beispielsweise müsst ihr angeln und die Fische
anschließend verkaufen. Die Anzahl der Wasserratten die ihr fangt,
findet ihr anschließend in eurem Inventar wieder.
Die Technik
macht kaum Fehler in diesem Spiel. Der Spielverlauf wird von einer
leichten Musik unterstrichen, die ich mit Adventuren verbinden kann und
die zum Spiel passt. Außerdem gibt es für jeden Schauplatz andere
Hintergrundgeräusche. Die Grafik hätte vielleicht noch einen kleinen
Tacken besser ausfallen können, genügt aber für ein Adventure völlig aus
und wirkt ziemlich bunt, was aber wiederum die Insel im Sonnenlicht
erscheinen lässt und somit die Schauplätze um einiges verschönert. Die
Steuerung ist gut, denn die Wii-Fernbedienung ist optimal zum Zeigen
auf Gegenstände geeignet, sodass man problemlos Gegenstände kombinieren
oder anklicken kann. Auch hier macht DTP nichts falsch.
Zum
Schluss muss man dem Spiel hoch anrechnen, dass es verschiedenste
Generationen anspricht. So können es wunderbar 10jährige, aber auch
ledige 40jährige mit viel Spaß genießen.