Alle Jahre wieder kommt die berühmte Motorrad Simulation von Capcom
namens Moto GP heraus. Jedoch neuerdings entwickelt von Monumental
Games, die eigentlich für MMO´s bislang zuständig waren. Dennoch ist der
Ersteindruck durchaus positiv. Zunächst fällt uns ein sehr großer
Umfang auf. Ob MotoGP, 250ccm- und 125ccm-Rennklasse, die Auswahl an
Renngefährten ist groß. Ebenfalls ist die aktuelle 2009er Lizenz dabei
mit der Option auf ein kostenloses Update auf die Saison 2010. Alle
Achtung Capcom!
Die Qual der Wahl besteht auch in den Rennmodi. Hier
entscheidet Ihr Euch zwischen Championship-Modus, im Karrieremodus oder
für den Arcademodus. Insgesamt 17 lizenzierte Strecken warten Euch und
besonders der Karrieremodus, indem Ihr zusätzlich Euren Fahrer managed
ist für die eingefleischten Fans genau das richtige. Einen eigenen
Fahrer basteln, Sponsorverträge und Ausrüstung lassen sich von Euch dann
managen. Die Simulation umfasst natürlich das Training, die
Qualifikation und das eigentliche Rennen. Wer nicht so viel Zeit hat
nutzt die Möglichkeit im Arcademodus gegen die Zeit schnelle Runden zu
drehen. Wer dann noch nicht genug hat darf sich auch online beweisen.
Mit den vielen Möglichkeiten trumpft wirklich das Spiel Moto GP richtig
auf! Einziger Nachteil, dass Ihr die Rundenanzahl in normalen Rennen nicht verändern könnt, so sind immer 3 Runden vorgegeben und diese lassen sich ausschließlich nur im Multiplayer regeln.
Beim Fahren nutzt Ihr gekonnt Eure Vorder- und
Hinterradbremse um nicht gleich aus der nächsten Kurve zu fliegen.
Außerdem könnt Ihr Euch mit der X-Taste in das Motorrad reinlegen um
noch mehr Speed in den Geraden zu erhalten. Dadurch läßt sich das
Gefährt natürlich nicht mehr präzise steuern, ist jedoch genau das
richtige für einen finalen Spurt. Im Grunde wirft es einen nicht mehr so
oft hin wie in den Vorgängern, die Steuerung ist präzise und verzeiht
auch einmal einen Fehler. Dennoch sollte man es natürlich nicht
übetreiben. Oftmals eckt man natürlich bei gegnerischen Fahrern an und
kommt auch so teilweise schuldlos zum Fall. Die Geschwindigkeit kommt
jedoch gut über den heimischen Fernseher. 4 verschiedene
Schwierigkeitsgrade laßen auch Anfänger bzw. Gelegenheitsspieler schnell
durchblicken. Ein kleiner Blick versucht als Anfänger nicht in der
Cockpit/Helm Perspektive sondern in der Schulteransicht hinter dem
Motorrad zu fahren. Dadurch findet Ihr schneller die Übersicht!
Grafisch
ist es solide jedoch keine Augenweide und muß sich somit eindeutig nach
den Rennspielen Dirt 2 oder auch Need for Speed Shift einordnen. Die
Fahrer selbst sind wie die Motorräder sehr schön detailliert
dargestellt und die Animationen dieser Boliden samt ihren Fahrern sind sehr schön anzusehen, ebenso sind die Strecken und auch das Nachtrennen nett
gestaltet. Jedoch sind die Effekte und die Umgebung sehr steril. Hier
kommt kaum Renngefühl auf.
Soundmässig ist der Sound nett, die
Musik noch das beste und der Kommentar eine Katastrophe. Nicht nur in
den Menüs muß dieser Euere Entscheidung jeweils nennen, nein auf der
Strecke ein "Das hat weh getan!" ist wirklich nicht sehr echt
nachempfunden und schreit schnellstens diesen auszustellen.