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Rene Leitner für GameFeature.de
In Command & Conquer Alarmstufe Rot 3: Ultimate Edition reist die
verzweifelte Führung der dem Untergang geweihten Sowjetunion in der
Zeit zurück, um die Geschichte zu ändern und den Ruhm von Mütterchen
Russland wieder herzustellen. Doch die Zeitreisemission läuft schief
und erzeugt eine alternative Zeitlinie, in der sich die Technologie
ganz anders entwickelt hat, eine neue Supermacht die Weltbühne betreten
hat und der Dritte Weltkrieg tobt. Im Osten ist das Reich der
aufgehenden Sonne entstanden und macht den Dritten Weltkrieg so zu
einem dreiseitigen Kampf zwischen Sowjets, Alliierten und dem Reich.
Nach
einer ca. 4GB großen Installation (und trotzdem gibt es leider immer
wieder längere Ladezeiten) wird man wie immer bei C&C Spielen mit
einem tollen Introvideo in die Geschichte eingeführt. In diesem sind
jede Menge bekannter Schauspieler vertreten. So z.b. spielt Tim Curry
(The Rocky Horror Picture Show) den sowjetischen Premier, und Andrew
Divoff (The Wishmaster) General Krukow. Und als mein persönliches
kleines Highlight spielt George Takei (Lt. Sulu aus Raumschiff
Enterprise) den japanischen Kaiser Teno Yoshiro. Im Laufe des Spiels
gibt es außerdem jede Menge hübscher Frauen in knapper Bekleidung wie
z.b. Jenny McCarthy, Autumn Reeser, Gemma Atkinson und Vanessa Branch
um nur einige zu nennen. Die Videos sind also wieder einmal Command
& Conquer typisch gut in Szene gesetzt und machen eine Menge Spaß.
Im
Singleplayer gibt es die 3 Kampagnen der schon erwähnten Mächte zu
spielen. Diese Streitkräfte unterscheiden sich zum Teil recht deutlich
voneinander. So werden z.B. die japanischen Gebäude zuerst als
Fahrzeug vom Bauhof ausgeliefert um dann zu der gewünschten Position
gefahren zu werden. Ebenso sind die japanischen Einheiten sehr
Technikorientiert. Die Alliierten setzen vermehrt auf Lufteinheiten und
die Sowjets auf ihre Bodeneinheiten. Trotzdem sind alle recht ähnlich
zu spielen und das Kräfteverhältnis ist gut ausbalanciert. Insgesamt
gibt es bei jeder Fraktion nicht zu viele Einheiten, aber auch nicht zu
wenig. Ich finde die Menge genau richtig und außerdem verfügen fast
alle Einheiten über Spezialfunktionen. Zusätzlich sind alle sehr schön
detailliert und wirklich liebevoll gestaltet worden.

Neu bei
Alarmstufe Rot 3 ist das Upgradesystem. Früher musste man noch
tonnenweise Rohstoffe erwirtschaften um das Geld für die Verbesserung
von militärischem Gerät zu haben. Diesmal funktioniert es über ein
Punktesystem. Diese Punkte erhält man durch bestimmte Aktionen im
Spiel. Das Erz einsammeln funktioniert auch einfacher. Die Raffinerie
wird einfach gegenüber des Erzes errichtet und der Sammler fährt
automatisch abbauen. Da die Raffinerie so nahe an der Quelle ist,
benötigt man auch jeweils nur mehr einen Sammler. Wie erwähnt wurde
einiges ein bisschen vereinfacht bzw. angepasst um eines zu
ermöglichen: ein flottes, actionreiches Spiel wie man es von C&C
gewohnt ist. Die Kampagnen sind so programmiert um mit einem 2.
Kommandanten in die Schlacht zu ziehen. Wenn man alleine spielt kann
man sich einen KI-Kommandanten aussuchen. Angeblich soll jeder andere
Fähigkeiten und Taktiken einsetzen um einem zum Sieg zu verhelfen.
Leider habe ich davon nichts gemerkt. Und zu allem Überfluss bauen
diese KI Kollegen Einheiten die gar nicht wirklich zum Spielgeschehen
passen, oder schicken Einheiten in den Untergang. Hier macht definitiv
der inkludierte Koop mehr Spaß. Einfach über’s PSN mit einem Freund
oder einem anderen Spieler treffen, über Headset Strategien besprechen
und den Gegnern so richtig zeigen wo der Hammer hängt. Hier liegt für
mich die Hauptstärke des Spiels, denn gemeinsam in die Schlachten der
Kampagne zu ziehen macht sehr viel Spaß und bringt selbst bei
mehrmaligem Spielen immer wieder neue Varianten und Abläufe um auch die
begehrten PS3-Trphäen zu ergattern. Natürlich kann man auch Online
gegeneinander antreten. 
Technisch gibt sich Command &
Conquer Alarmstufe Rot 3: Ultimate Edition keine Blöse. Die Steuerung
ist zwar nicht so effektiv wie mit der Maus am PC, aber dennoch hat EA
eine gute Lösung gefunden um auch mit dem Joypad seine Einheiten gut
kontrollieren zu können. Zwar ist es mitunter recht hektisch, aber im
Großen und Ganzen kommt recht gut damit zurecht. Die Grafik ist
ebenfalls gut gelungen. Zwar kommt es bei hohen Einheitenzahlen
mitunter zu Rucklern und auch Tearing ist mir aufgefallen, aber
insgesamt passt trotzdem alles gut zusammen. Die Einheiten sind sehr
liebevoll und detailliert gestaltet und die Explosionen sowie das
Wasser sehen sehr schön aus. Die Synchronisation der Darsteller ist
wirklich sehr gut gelungen, die Soundeffekte sind alle sehr passend und
der Soundtrack rockt wieder einmal die Hütte. Neben dem eigentlichen
Spiel bietet die PS3 Version ein paar zusätzliche Maps für
Multiplayerschlachten. Des Weiteren gibt es Bloopers & Outtakes,
Behind the Scenes, Strategievideos der Entwickler und eine
Videoenzyklopädie der Einheitenprofile und Lieder des Soundtracks. Sehr
nett ist auch das Girls of RA3-Feature. Alle Videos werden präsentiert
in HD Qualität.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass Command &
Conquer Alarmstufe Rot 3: Ultimate Edition in gewohnter Weise
Schlachten auf die Bildschirme zaubert. Es gibt coole
Zwischensequenzen, wahnwitzige Einheiten und tolle Schlachten. Das
Gameplay ist sehr flott und actionreich. Das ist für den
Durchschnittsspieler sicher sehr angenehm, richtige Strategen werden
aber auch mit diesem Teil nicht zufrieden sein. Kurz gesagt: Man
bekommt mit dem neuen Teil wieder einmal typisches C&C-Feeling.
Nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger. Und durch den inkludierten
Koop-Modus ist auch für die richtige Langzeitmotivation gesorgt. Leute
die gerne Stunden damit verbringen sich Strategien auszudenken sollten
lieber Probespielen. C&C Fans und Spieler die leicht zu erlernende,
temporeiche Strategiespiele suchen werden sicher nicht enttäuscht.
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