Eternal Sonata versetzt Euch in eine Traumwelt, in der die Räder des
Schicksals sich auf die letzten Stunden des Lebens zu bewegen. Auf
seinem Sterbebett ist der berühmte Komponist Chopin an der Grenze
zwischen diesem Leben und dem nächsten. In seinen letzten Stunden hat
er einen fantastischen Traum, in dem er ein junges Mädchen trifft, dem
ein grauenhaftes Schicksal droht, und einen Jungen, der für Ihre
Rettung kämpft. Und natürlich gibt es auch wieder einen Oberschurken
den es zu besiegen gilt.
Fängt die Story von Eternal Sonata zwar
zugegebener Maßen sehr interessant an, so lässt sie im Laufe des Spiels
leider wieder auch nach. Ich möchte Euch hier nicht zu viel darüber
erzählen, denn immerhin ist bei Rollenspielen die Geschichte so mit das
wichtigste, aber es sei erwähnt dass sie leider abflaut. Sie wird nicht
total an die Wand gefahren, aber nach dem starken Anfang pendelt sie
sich dann leider in der Mittelmäßigkeit ein. Sie ist von Klischees
gefüllt und zeitweise sehr vorhersehbar. Noch dazu verläuft die
Geschichte linear und Ihr habt so gut wie keine Möglichkeit für
irgendwelche Freiheiten im Spiel. Entgegen Genregrößen wie z.B. „Final
Fantasy VII“ ist es Euch nicht möglich die Welt frei zu erkunden und
immer wieder zwischen schon besuchten Orten hin und her zu wechseln.
Das würde manchmal sowieso schwer fallen, denn eine Karte sucht man
vergeblich. Auch die Spielzeit ist für ein Rollenspiel relativ kurz
(ca. 25-30 Stunden) ausgefallen, und als PS3 Trophäen Fan kommt man
leider auch zu kurz. Es gibt nämlich keine.
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Mit das wichtigste
bei einem Rollenspiel ist das Kampfsystem. Nicht nur könnt Ihr sogar
zusammen mit 2 Freunden den Gegnern zeigen was Sache ist, Ihr müsst
auch beachten ob Eure Helden und die Gegner im Licht oder im Schatten
sind. Je nachdem habt Ihr verschiede Stärken und Schwächen und auch die
Gegner haben je nachdem ihre Stärken und Schwächen. Manche im Licht
harmlos erscheinende Gegner werden im Schatten zu wahren Angstgegnern.
Die Kämpfe laufen dann in einer Mischung aus rundenbasierender Taktik
und rollenspielähnlicher Action ab. Sie sind schnell zu erlernen und
bieten mit der Zeit tolle Variationsmöglichkeiten. Mir persönlich
gefällt es auch, dass es keine Zufallskämpfe gibt, sondern das man die
Gegner immer in den Dungeons sieht. So kann man meist entscheiden ob
man kämpfen will oder nicht. Selbstverständlich sollte man auch bei
Eternal Sonata seine Helden aufleveln um bessere Items zu bekommen.
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Die
Grafik ist sehr schön geworden. Es erwarten Euch hochauflösende und
hochqualitative Texturen. Allerdings solltet Ihr Fans des Anime-Style
sein um die Grafik komplett geniesen zu können. Denn eines sei erwähnt,
der Grafikstil ist sehr sehr bunt gehalten und die Helden typisch
knuffelig mit großen Klupschaugen und den restlichen klischeehaften
optischen Eigenschaften. Die Niedlichkeit kennt scheinbar keine
Grenzen. Auch die einzelnen Abschnitte und Dungeons sind sehr schön
gestaltet, allerdings habt Ihr dafür nur eine fixe Kameraeinstellung.
Natürlich sind auch die Zwischensequenzen im gleichen Stil. Allerdings
gibt es leider keine deutsche Synchronisation. Ich finde das etwas
schade, da es auf einer BluRay an und für sich genügend Speicherplatz
gibt. Immerhin kann man die Zwischensequenzen überspringen oder
abkürzen, was ja auch nicht bei allen Spielen möglich ist.
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Sehr
gut gefallen hat mir die musikalische Untermalung. Der renommierte
Pianist Stanislav Bunin interpretierte die Kompositionen von Chopin,
die natürlich ein wichtiges Element in der Geschichte von Eternal
Sonata darstellen, neu. Hier liegt eine der größten Stärken und einer
der Hauptstimmungsmacher. Die Musikuntermalung ist sehr gut gelungen
und obwohl ich oft genervt von Soundtracks bin und sie auch des öfteren
abschalte, bin ich bei Eternal Sonata nie in Versuchung gekommen dies
zu tun. Ebenso sind die ganzen Kampfgeräusche und sonstigen
Soundeffekte gut gelungen und passen gut zum gesamten Spiel.
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Trotz
der für ein Rollenspiel kurzen Spielzeit und der leider im Spielverlauf
abflauenden Geschichte ist Eternal Sonata ein würdiger Vertreter des
Genres. Das Kampfsystem macht Spaß und mit der Zeit gewöhnen sich
selbst die hartgesottensten Augen an die kunterbunte Grafik. Zusammen
mit der wirklich guten Musikuntermalung erzeugt das Spiel eine tolle
Stimmung und es macht Spaß mit den Helden durch die Dungeons zu
ziehen.