In Resistance: Retribution übernimmt der Spieler im Kampf gegen
allmächtige Bestien die Rolle des tragischen Helden und Marines James
Grayson. Die Geschichte und Handlung von Resistance: Retribution ist
zwischen den Ereignissen von „Resistance: Fall of Man“ und dem
Nachfolger „Resistance 2“ angesiedelt. Gemeinsam mit den Kriegshelden
Cartwright und Parker zieht der Spieler in den Kampf auf dem
europäischen Kontinent. An detailreichen Schauplätzen wie Rotterdam,
Bonn, Luxemburg und Paris trifft man auf über zehn komplett neue Gegner
und benötigt dafür natürlich eine: jede Menge Feuerkraft. Natürlich ist
die Geschichte wie bei fast jedem Shooter schnell wieder vergessen, sie
ist aber gut erzählt und passt sehr gut zwischen die beiden PS3 Spiele.
Das
erste was mir zum Thema Resistance auf der PSP einfiel war die
Steuerung. Wie soll das funktionieren? Einfacher als man denkt. Man
bewegt sich mit dem Analogstick und das umsehen bewerkstelligt man mit
den rechten Aktionstasten. Die Schultertasten agieren als Primär- und
Sekundärfeuer und mit den linken Richtungstasten kann man nachladen,
die Waffe auswählen oder mit der Umgebung interagieren. Das Spiel hat
eine Zielhilfe die man jedoch um genauer zielen zu können, mit einem
klick auf die „Oben“-Taste kann man aber auch manuell zielen. Das ist
ab und zu hilfreich da die automatische Zielfindung zwar recht gut
funktioniert, ab und zu aber statt des am nächsten stehenden Gegners
auch gerne mal auf weiter entfernt stehende zielt.
Im Gegensatz
zu den PS3 Spielen spielt man Resistance: Retribution als 3rd Person
Shooter. Die Kameraperspektiven sind gut gewählt und die Rückansicht
des Helden nimmt somit nicht die Sicht vom Schlachtfeld weg. Als
weiteres Feature hat man auch die Möglichkeit mit dem Helden in Deckung
zu gehen und aus der Deckung heraus zu feuern. Auch hier hilft die
automatische Zielfunktion weiter, und es macht auch wirklich Sinn. Denn
stellenweise hätte man keine Chance gegen die Chimera, wenn man sich
nicht hinter Mauern und anderen Gegenständen verschanzen könnte. Kurzum
ist das gesamte Gameplay bis hin zum stetig ansteigenden
Schwierigkeitsgrad sehr gut gelungen. An die Steuerung muss man sich
natürlich gewöhnen, dann steht der Monsterhatz absolut nichts mehr im
Wege. Leider ist aber alles sehr linear gehalten. Alternativwege sucht
man vergeblich, man bewegt sich immer von A nach B.
Die Grafik
ist bei Resistance: Retribution wirklich sehr schön geworden. Von der
sehr schönen Einleitung und den Zwischensequenzen bis zur Spielgrafik
hat man sich mächtig ins Zeug gelegt. Die Kreaturen sehen sehr schön
aus. Auch die größeren Feinde und Endgegner sind sehr schön anzusehen.
Ebenso wie die Feinde sind auch die ganzen Hintergründe und
Landschaften gut und detailliert dargestellt. An diesem Spiel merkt man
was auf der doch schon etwas in die Jahre gekommenen PSP noch so alles
Möglich ist. Das Beste jedoch ist, das mir während dem ganzen spielen
kein einziges Mal irgendwelche Slowdowns, Ruckler oder sonstige
nennenswerten Fehler aufgefallen sind. Alles läuft sehr flüssig ab und
trägt so sehr viel zum allgemeinen Spielspaß bei.
Neben der
Grafik tragen die Musik und der Sound natürlich einen großen Anteil am
Spielerlebnis. Und hier rate ich allen das Spiel mit Kopfhörern zu
spielen. Denn der Soundtrack ist wirklich sehr gut und stimmungsvoll
und kommt über die Kopfhörer gleich doppelt so gut rüber. Auch die
Geräuschkulisse und die restlichen Sounds sind gut gemacht. 2 Dinge
haben mich technisch allerdings trotzdem gestört. Als erstes seien die
Ladezeiten erwähnt. Selten habe ich so lange Ladescreens auf meiner PSP
gesehen. Natürlich bietet Resistance: Retribution eine tolle Grafik,
tollen Sound und nette Level, aber trotzdem fand ich die Wartezeiten
sehr lange. Und als zweiten größeren Kritikpunkt muss ich die
gegnerische KI nennen. Diese scheint so gut wie nicht vorhanden zu
sein. Zu Identisch verhalten sich die einzelnen Gegnertypen und es
scheint als ob sich manche direkt als Kanonenfutter zur Verfügung
stellen wollen.
Die Jungs von Insomniac Games haben dem Spiel
auch einen wirklich guten MultiPlayer spendiert. Dieser bietet sogar
mehr als man von anderen Spielen auf den großen Konsolen kennt. In
insgesamt 5 Spielmodi (Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag,
Assimilation und Containment) könnt Ihr Euch mit Euren Freunden
und/oder Gleichgesinnten messen. Leider gibt es aber keinen Koop-Modus.
Mit gewonnenen Spielen könnt Ihr dann Euren Rank verbessern und
Medaillen gewinnen. Ihr könnt einen Clan bilden und über Voicechat
miteinander kommunizieren. Außerdem könnt Ihr, wenn Ihr „Resistance 2“
besitzt, Eure PSP mit der PS3 verbinden und weitere Features
Freischalten. Der „Infiziert“ Modus bietet Euch die Möglichkeit einer
alternativen Geschichte und im „Plus Modus“ kann man einen
DS3-Controller verwenden, um die Einzelspielerkampagne auf der PSP zu
spielen, jedoch ist es dann schwieriger da die Zielhilfe deaktiviert
wird.
Ingesamt ist Resistance: Retribution ein wirklich
gelungenes Actionspiel. Es zeigt eindrucksvoll was alles auf einem
Handheld möglich ist. Bis auf die Steuerung mit 2 analogen Sticks gibt
es nichts was man als Shooter-Fan vermissen könnte. Von einer
gelungenen Singleplayerkampagne bis zum wirklich guten Multiplayer
bietet das Spiel alles was ein Actionfan sucht.