In einer Zeit in der weiten Zukunft, in der die Welt durch Giftgase unbelebt ist, existiert nur noch das Städtchen Basel, eine Welt, die aus mehreren Ebenen besteht, als mögliche Rückzugsmöglichkeit dienen kann, leben drei Söldner namens Vasheron, Zephyr und Leanne, die privat arbeiten. Doch dies ist kein Märchen, sondern viel mehr ein Rollenspiel. Während die drei „Privat-Soldaten“ Jobs und Missionen für das tägliche Brot annehmen, erahnen sie immer mehr eine Verschwörung gegen Basel.
Während das Spiel technisch und soundmäßig einen relativ guten Eindruck macht, ist vielmehr der Schwierigkeitsgrad in dem über 16 Kapitel andauernden Rollenspiel etwas missglückt. Denn so habt ihr nicht die Auswahl zwischen verschiedenen Schwierigkeitsmodi, sondern es gibt nur einen – und die Kämpfe sind trotz eines gut gelungenen Tutorials ziemlich heavy, hinzu kommt, was aber durchaus positiv zu werten ist, dass nicht wie üblicherweise Schwerte und Magie verwendet wird, sondern richtig mit Schusswaffen sowie Streifschäden und Direktschäden. Außerdem ist es zum Teil echtzeitbasiert. Je weiter ihr wegsteht, desto länger braucht ihr zum Laden. Braucht ihr dafür zu lange, kann der Gegner schonmal angreifen und euch kostbare Energie klauen. Das ist auch der Grund, warum sich Anfänger trotz eines Tutorials ziemlich schwer tun. Hinzu kommt, dass ihr ständig zwischen Leanne, Vasheron und Zephyr wechseln könnt. Da Maschinengewehre Streifschaden verursachen und nur Pistolen tödlich sein können, ist taktisches Geschick gefragt, da jeder Figur andere Waffen einsetzt.
Aber hiermit ist es nicht getan, denn habt ihr genügend Energiepunkte über, könnt ihr Spezialangriffe landen, die für einen netten Render sorgen. Habt ihr genügen Resonanzpunkte, könnt ihr mit allen drei Spielern eine mächtige Attacke ausführen, dazu aber mehr im Audiobeitrag.
Doch darüber kann in meinen Augen eine schöne „Steam-Punk-Welt“ punkten, also überwiegend 2D-Effekte. Sobald ihr euch aber in Dungeons aufhaltet oder auf der Weltkarte angegriffen werdet, erscheint ein 3D-Modus. Leider sehen die Dungeons sich immer ein wenig zu ähnlich aus, sodass sich zumindest bei der Gestaltung relativ schnell Langeweile breit macht. Doch positiv ist anzumerken, dass man in zahlreichen Gebieten, die auf der Karte gekennzeichnet sind, nicht angegriffen werden kann. So könnt ihr schön auf Erkundungstour gehen, welche durch Tag- und Nachtwechsel, der sich im Übrigen auch auf das Gegner-Verhalten auswirkt, noch verschönert wird. Zudem ist der Neukauf von Klamotten optisch gesehen eine schöne Sache, nur in vielen Rollenspielen ist dies so, dass neue Kleidung z.B. die Verteidigung stärkt. Dies ist bei Resonance of Fate nicht der Fall, allerdings gibt es einige schöne Aufrüstungsmöglichkeiten für eure Waffen, z.B. Zielfernrohre (schnelleres Aufladen auf Distanz) oder andere hilfreiche Upgrades. Auch der Sound ist eine echte Wonne und würde sich wunderbar als CD auf dem Ladentresen eignen.
Solltet ihr euch wundern, warum es oben kaum Informationen zur Story gibt, erkläre ich dies nun zum Ende, auch wenn sich dies nachteilig auf das Spiel auswirkt. Die Story ist ziemlich löchrig erzählt, so gibt es am Anfang des Spiels nur einen schön inszenierten Teaser mit typisch japanischen Darstellern. Trotz mehrerer Stunden Spielzeit bin ich noch nicht auf den Trichter gekommen, was dieser zu bedeuten hat.