Zum ersten Mal nach Februar 2003 erscheint eine neure Monopoly-Versoftung für die Konsole. Neu ist, dass EA das Spiel publisht, Entwickler weiterhin ist Hasbro Interactive. Ob dem Dou ein guter Titel gelungen ist zeigt euch der Test.
Große Grafik, große Umsetzung, großer Spaß, dumme KI
Für ein Monopoly-Spiel ist die Umsetzung und die Grafik einmalig. Es gibt viele verschiedene Bretter, die richtig schön umgesetzt sind. Beispielsweise gibt es ein „Zukunftsbrett“ oder eine „Leckerbissenbrett“. Der Hintergrund ist optimal angepasst. Wählt ihr zum Beispiel das Zukunftsbrett, laufen im Hintergrund Roboter umher, auf dem Leckerbissenbrett sind drumherum traumhafte Torten, die das Flair des Spiels ausmachen. Dazu unterstreicht das Spielgeschehen ein schöner Sound, leider gibt es hierbei kaum Abwechslung. Neben den Charakteren läuft Mr. Monopoly mit, der das Spielgeschehen kommentiert. Leider hat er in der Quantität gesehen kaum Sprüche drauf, sodass sich seine Kommentare oft wiederholen. Manchmal sind seine Kommentare aber auch einfach unrealistisch. Der Computer kann einem ein so dummes Angebot machen wie er will. Lehnt ihr dieses ab, ist ab und an ein „Oh schade, dass wäre ein klasse Deal geworden“ zu vernehmen. Das nervt auf die Dauer und lässt sich leider nicht ausstellen. Desweiteren ist die Handelspolitik des Computers unter aller Kanone. Oft merken diese nicht, dass ich ihnen ein Grundstück abnehmen will, um zu bauen. Die Folge ist, dass ich die Immobilien preiswert erhalte und bauen kann. Lehne ich eines seiner schwachsinnigen Angebote ab, stellt er mir ein ähnlich dummes, was ich ebenfalls nur ablehnen kann. Ansonsten ist mir im Sonstigen nicht viel negatives aufgefallen.
Kein ganzer Story-Modus, aber schön in Szene gesetzt
Anders als im Vorgänger gibt es nun einen halben Story-Modus, der im Spiel „Monopoly-Edition“ heißt. Dieses Mal bekommt ihr einen Reisepass mit auf den Weg, den ihr befüllen müsst. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Stempeln erreicht, schaltet ihr neue Bretter frei. Das System dieses Passes funktioniert sehr gut. Immer wenn ihr euch ein Grundstück auf einem Brett pachtet, was ihr noch nicht besitzt, erhaltet ihr einen Stempel. Allerdings müsst ihr selber auf das Grundstück kommen und dürft es dem CPU nicht abhandeln. Im „Welt-Spielbrett“ bekommt ihr zum Beispiel Stempel für das Erkaufen von Städten, auf dem „Torten-Brett“ müsst ihr euch die verschiedensten Torten erkaufen.
Neuer Party-Modus, der nicht ganz überzeugt
Der Publisher hat im Vergleich zum Vorgänger einen neuen Partymodus eingebracht. Gut so, denn der Alte war unübersichtlich und am Anfang kompliziert, da alle gleichzeitig würfeln mussten und man mit dem Handeln durcheinander kam. Für den jetzigen Party-Modus, dr hier den Namen „Krösus-Modus“ trägt, braucht man zwar auch noch seine Eingewöhnungszeit, aber wenigstens ist er übersichtlich. Allerdings missfällt mir das Tutorial an diesem Modus, das kaum etwas erklärt. Das Meiste müsst ihr euch selber beibringen. Anders ist, dass der Computer für euch insgesamt vier Würfel würft, anschließend startet ein Minispiel, das sehr schlecht erklärt ist. Aus diesem Grund gewinnt beim ersten Spielen in der Regel der Computer das Minispiel. Dieser darf sich dann eines der vier Würfel aussuchen. Je nach Anzahl der Punkte auf dem Würfel darf der Spieler Spielsteine auf das Feld setzen. Gehört ein Grundstück noch niemandem, darf er es haben, gehört es jemandem, muss er Miete in Form von einem Grundstück bezahlen. Habt ihr drei Grundstücke einer Farbe und kommt auf irgendeines dieser drauf, so baut ihr Häuser. Steht ihr dann auf einem Haus bekommt ihr automatisch ein Hotel. Hier ist die Miete ganz schön teuer. Am Ende der angegebenen Rundenzahl gewinnt der, dessen Grundstücke den höchsten Wert haben. Dieser „Krösus-Modus“ ist noch mal in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt, die sich aber vom Grundprinzip her kaum voneinander unterscheiden.
Meinung:
Vor fünf Jahren war ich von Monopoly sehr enttäuscht, da es keine Story-Line gab. Heute sage ich gut gelöst, aber die Story hat noch Potential nach oben. Schade ist auch die schlechte Umsetzung der Minispiele. Da wäre ein „Mario Party“, wenn Nintendo für die Xbox produzieren würde einem Monopoly weit überlegen. Trotzdem hat das Spiel eine Menge Spaß gemacht, vor allem im Multiplayer. Ein dickes Minus bekommt aber der fehlende Online-Modus. Gerade im „Krösus-Modus“ hätte er sicher eine Menge Spaß bereiten können. Alles in allem ein solides Spiel, dass eine Wertung im „Dreier-Bereich“ verdint.