Need for Speed: Shift ist derzeit eines der besten Autorennspiele für
PC, PS3 und Xbox 360. Doch wie sieht es mit der Handheld-Version aus?
Kann auch sie überzeugen? Um ehrlich zu sein, nicht so ganz. Doch
beginnen wir einmal mit der, nennen wir es einmal so, Geschichte. In
Need for Speed: Shift für die PSP geht es um illegale Autorennen die
legalisiert wurden und nunvor Kameras ausgetragen werden. Die
Streetracer waren schnell einverstanden und die besten der besten
ernannten sich selbst zu Kings. Als Spieler macht man sich nun daran
selbst einer dieser Kings zu werden. Um der allergrößte zu werden muss
man im laufe des Spiels gegen 10 andere antreten und in verschiedenen
Disziplinen schlagen. Der Karrieremodus nennt sich World Tour, aber es
kann natürlich auch im Quickrace ganz einfach losgefahren werden.
Allerdings gibt es ja nach Fortschritt in der World Tour mehr Autos und
Strecken für die schnellen Rennen.
Nach dem erstellen eines
Fahrerprofils kann’s auch schon losgehen. Autos kann man jedoch nicht
kaufen, sondern man beginnt mit einem und schaltet die anderen durch
das Gewinnen der verschiedenen Events. Das hilft einem später dabei das
richtige Auto für die richtige Rennvariante zu nehmen. Auch das Tunen
ist nicht möglich. Die einzige Möglichkeit sein Auto zu verbessern
besteht darin, oft mit einem bestimmten Auto zu fahren. Dadurch erhält
man Loyalitätspunkte, welche nach und nach z.B. bessere Motoren und
Reifen Freischalten. Jedoch kann man die Optik der Autos durch neue
Lackierungen und Sticker verändern. Zwar kann man Need for Speed: Shift
auf der PSP mit seinen Freunden zocken und somit das Spielerlebnis
erweitern, jedoch nur im Ad-Hoc Modus. Einen richtigen Online
Multiplayer gibt es nämlich nicht.
Die Rennevents sind sehr
Zahlreich. Insgesamt stehen 14 Varianten zur Verfügung:
Checkpoint-Challange, Eliminator, Drift-Challange, Duell, Touge, Grand
Prix, Sprint, Grip-Rennen, Enduro, Checkpoint-Race, Zeitfahren,
Radarfalle, Jagd: Verfolger und Jagd: Ausreißer. Doch für alle gilt das
gleiche: Während bei den anderen Shift-Versionen vor allem der hohe
Realismus im Vordergrund steht, sind die Rennen bei der PSP –Version
sehr Arcadelastig. Auch Unfälle haben so gut wie keinen Einfluss auf
das Rennen. Zwar verliert man etwas Zeit, das war es aber auch schon.
Auswirkungen auf das Fahrverhalten gibt es nicht, ebenso wenig wie ein
Schadensmodell. Zwar sieht man bei heftigeren Chrashes eine nette
Zeitlupensequenz und Schäden am Fahrzeug, aber danach ist das Auto wie
durch Geisterhand repariert und man kann weiter fahren. Durch die recht
gut gelungene Steuerung kann man aber Unfällen gut aus dem Weg gehen
und bewegt seinen Wagen ziemlich sicher durch die Strassenschluchten.
Die
Grafik sieht insgesamt sehr hübsch aus. Zwar habe ich auf der PSP schon
schöneres gesehen, aber dafür läuft alles ohne Texturfehler, Pop-Ups
oder andere Grafikfehler ab. Und gerade durch dieses flüssige
Darstellen kommt das Geschwindigkeitsgefühl gut rüber. Soundtechnisch
bietet das Spiel nichts ausergewöhnliches. Die Motoren klingen zwar nur
OK aber auch hier hat man schon besseres gehört. Dafür sind aber die
Lizenzierten Songs der Hintergrundmusik wirklich gut und man hat die
Möglichkeit die Hintergrundmusik mit eigenen MP3 Files zu
Personalisieren. Leider ist aber die Gegner-KI nicht sonderlich gut
ausgefallen. Die Fahrer bleiben Ihrer Linie treu und es scheint als
warten sie gerade zu darauf überholt zu werden. Auch die verschieden
Strecken ähneln sich zu sehr. Man hat des Öfteren den optischen
Eindruck als habe man die Strecke schon öfter befahren, obwohl man auf
einem anderen Kurs ist und ab und an auch Sehenswürdigenkeiten des
Veranstaltungsortes zu sehen sind.
Insgesamt ist Need for Speed:
Shift für die PSP ein Arcaderacer wie es viele andere gibt. Zwar ist
das Renngeschehen sehr flüssig und vermittelt gut die rasanten
Geschwindigkeiten mit denen die Fahrzeuge unterwegs sind,
Langzeitmotivation kommt unter anderem durch die fehlenden Kauf- und
Tuningmöglichkeiten sowie dem nicht vorhandenen Online-Multiplayer
leider aber auch nicht wirklich auf. Ebenso frage ich mich warum der
Titel den Beinamen „Shift“ trägt. Denn mit den Versionen für die
anderen Plattformen hat dieser nichts gemeinsam.