NBA 2k10
Xbox360 - Xbox360 Reviews

Simon Winzer für GameFeature.de


Nachdem letztes Jahr die Fassung von NBA 2K9 ein reines PC-Spiel war, so durften sich die Konsoleros auf die 2010er-Version freuen, denn das Spiel erschien diesjährig auf allen Next-Generation-Konsolen. Ob das Spiel nach einer Pause auf der Xbox punkten kann, seht ihr nun.

Im Gegensatz nur NBA Live 10 von Electronic Arts bietet 2K10 eine reichhaltige Auswahl an Modi. So gibt es nun erstmals in einem Konsolen-Basketballspiel überhaupt einen Be-A-Pro-Modus bzw. einen Modus, wo ihr einen Spieler erstellen könnt und diesen dann durch eine lange Karriere steuern müsst. Zudem gibt es einen umfassenden Dynasty-Modus, einen Playoff- und Saison-Modus, einige kleinere Modi und die Möglichkeit sich einen Spielverlauf auszudenken. So könnt ihr einstellen, dass der Computer im dritten Viertel mit 23 Punkten führt und ihr müsst diese Punkt wieder aufholen, ein paar eurer Spieler sind aber schon ausgefoult – ein wahre Herausforderung!
 
Auch wenn es keine Nationalmannschaften gibt, übertrumpft dieses Spiel angesichts der Modi schonmal EA's Titel.
Am besten hat mir aber der Be-A-Pro-Modus gefallen, denn jeder kleine Fehler wird direkt mit einer Abwertung bestraft oder ein guter Pass kann zu einer Aufwertung der Statistik führen. Zudem habt ihr keine Ziele über eine Saison – was einfach wäre – sondern ihr müsst in jedem Spiel versuchen drei Punkte zu erfüllen um Skill-Punkte zu bekommen. Auch startet ihr nicht direkt mit der Liga, sondern alles beginnt mit einem Trainingslager wo alle neuen Spieler sich zusammenfinden – vorbildlich, doch viel zu schwer!
 

Auch auf dem Parkett überzeugt das Spiel, auch wenn es mit dem EA-Titel ebenbürtig ist. Grafisch, atmosphärisch und realistisch gesehen ist der 2K-Titel zwar besser, nur der Teil von 2K ist einfach für Laien zu schwer. So lassen sich Moves nur sehr schwer ausführen und mit dem Versuch eines Steals foult der Rookie ziemlich häufig, sodass man schon eine Basketball-Erfahrung mit sich bringen sollte. Aber auch wenn das Spiel kompliziertet ist, hat man genauso wie bei NHL 2K die Chance, den Computer auf ein ebenbürtiges Level einzustellen, damit es leichter wird, allerdings ändert das nichts daran, dass es zu kompliziert ist.


Doch so muss das Spiel – besonders beim Realismus – auch mal gelobt werden. So gibt es Fußspiel und andere kleinere nicht persönliche Fouls – die es beim EA-Titel nicht gibt. Zudem wird – genauso wie bei NHL 2K – nicht gerendert, sodass man Auswechslungen realistisch sieht und nicht zehn Mal das gleiche Bild pro Spiel. Das gleiche gilt bei allen anderen Aktivitäten auf und neben dem Parkett. Zudem läuft in den Viertelpausen immer das für den Verein typische Maskottchen über das Feld – nice. Aber auch wenn sich das Spiel von den Bewegungen her etwas schlecht steuern lässt, so ist es auf alle Fälle grafisch grandios und ist die etwas echtere Simulation.


Technisch kann ich ebenfalls nicht meckern. So gibt es (wenigstens bis jetzt) noch keine Bugs die ich festellen konnte und auch die Musiken, die für die Menüs ausgewählt wurden, passen zum Basketballsport. Etwas schade nur, dass sich das Spiel nur im 60-Herz-Modus spielen lässt, den mein Fernseher nicht unterstützt. Entweder muss ich in einem verzerrtem Bild spielen, wo Ränder abgeschnitten sind und wichtige Daten nicht zu sehen oder ich habe die Wahl eines 16:9-Bildschirmes, wo alles sehr klein erscheint. Hier kann ich zwar objektiv gesehen nicht abwerten, doch das ist ein Appell an die Hersteller, auch mal Rücksicht auf die Leute zu nehmen, die einen Fernseher von 6 Jahren oder älter haben, damit die mit einer teuren Konsole auch in den Genuss gut programmierter Spiele kommen können – denn das Problem mit dem 60-Herz-Modus kostet eine Menge Spaß!

Dieses Spiel verdient sich glatt einen Gamefeature-Award. Und den bekommt er auch – und das nicht zu Unrecht. Macht der Publisher im nächstem Jahr das Spiel etwas leichter, sind etwas mehr als 90 Prozent-Punkte drin, so muss ich es dabei belassen. Ich persönlich finde EA's Titel zwar besser – als NBA-Spezialist würde ich aber ganz klar zu Take2 greifen. Anfänger greifen zu EA's Titel.