Nachdem letztes Jahr die Fassung von NBA 2K9 ein reines PC-Spiel war,
so durften sich die Konsoleros auf die 2010er-Version freuen, denn das
Spiel erschien diesjährig auf allen Next-Generation-Konsolen. Ob das
Spiel nach einer Pause auf der Xbox punkten kann, seht ihr nun.
Im
Gegensatz nur NBA Live 10 von Electronic Arts bietet 2K10 eine
reichhaltige Auswahl an Modi. So gibt es nun erstmals in einem
Konsolen-Basketballspiel überhaupt einen Be-A-Pro-Modus bzw. einen
Modus, wo ihr einen Spieler erstellen könnt und diesen dann durch eine
lange Karriere steuern müsst. Zudem gibt es einen umfassenden
Dynasty-Modus, einen Playoff- und Saison-Modus, einige kleinere Modi
und die Möglichkeit sich einen Spielverlauf auszudenken. So könnt ihr
einstellen, dass der Computer im dritten Viertel mit 23 Punkten führt
und ihr müsst diese Punkt wieder aufholen, ein paar eurer Spieler sind
aber schon ausgefoult – ein wahre Herausforderung!
Auch wenn es keine Nationalmannschaften gibt, übertrumpft dieses Spiel angesichts der Modi schonmal EA's Titel.
Am
besten hat mir aber der Be-A-Pro-Modus gefallen, denn jeder kleine
Fehler wird direkt mit einer Abwertung bestraft oder ein guter Pass
kann zu einer Aufwertung der Statistik führen. Zudem habt ihr keine
Ziele über eine Saison – was einfach wäre – sondern ihr müsst in jedem
Spiel versuchen drei Punkte zu erfüllen um Skill-Punkte zu bekommen.
Auch startet ihr nicht direkt mit der Liga, sondern alles beginnt mit
einem Trainingslager wo alle neuen Spieler sich zusammenfinden –
vorbildlich, doch viel zu schwer!
Auch auf dem Parkett überzeugt
das Spiel, auch wenn es mit dem EA-Titel ebenbürtig ist. Grafisch,
atmosphärisch und realistisch gesehen ist der 2K-Titel zwar besser, nur
der Teil von 2K ist einfach für Laien zu schwer. So lassen sich Moves
nur sehr schwer ausführen und mit dem Versuch eines Steals foult der
Rookie ziemlich häufig, sodass man schon eine Basketball-Erfahrung mit
sich bringen sollte. Aber auch wenn das Spiel kompliziertet ist, hat
man genauso wie bei NHL 2K die Chance, den Computer auf ein
ebenbürtiges Level einzustellen, damit es leichter wird, allerdings
ändert das nichts daran, dass es zu kompliziert ist.
Doch so muss
das Spiel – besonders beim Realismus – auch mal gelobt werden. So gibt
es Fußspiel und andere kleinere nicht persönliche Fouls – die es beim
EA-Titel nicht gibt. Zudem wird – genauso wie bei NHL 2K – nicht
gerendert, sodass man Auswechslungen realistisch sieht und nicht zehn
Mal das gleiche Bild pro Spiel. Das gleiche gilt bei allen anderen
Aktivitäten auf und neben dem Parkett. Zudem läuft in den Viertelpausen
immer das für den Verein typische Maskottchen über das Feld – nice. Aber
auch wenn sich das Spiel von den Bewegungen her etwas schlecht steuern
lässt, so ist es auf alle Fälle grafisch grandios und ist die etwas
echtere Simulation.
Technisch kann ich ebenfalls nicht meckern.
So gibt es (wenigstens bis jetzt) noch keine Bugs die ich festellen
konnte und auch die Musiken, die für die Menüs ausgewählt wurden,
passen zum Basketballsport. Etwas schade nur, dass sich das Spiel nur
im 60-Herz-Modus spielen lässt, den mein Fernseher nicht unterstützt.
Entweder muss ich in einem verzerrtem Bild spielen, wo Ränder
abgeschnitten sind und wichtige Daten nicht zu sehen oder ich habe die
Wahl eines 16:9-Bildschirmes, wo alles sehr klein erscheint. Hier kann
ich zwar objektiv gesehen nicht abwerten, doch das ist ein Appell an
die Hersteller, auch mal Rücksicht auf die Leute zu nehmen, die einen
Fernseher von 6 Jahren oder älter haben, damit die mit einer teuren
Konsole auch in den Genuss gut programmierter Spiele kommen können –
denn das Problem mit dem 60-Herz-Modus kostet eine Menge Spaß!
Dieses
Spiel verdient sich glatt einen Gamefeature-Award. Und den bekommt er
auch – und das nicht zu Unrecht. Macht der Publisher im nächstem Jahr
das Spiel etwas leichter, sind etwas mehr als 90 Prozent-Punkte drin,
so muss ich es dabei belassen. Ich persönlich finde EA's Titel zwar
besser – als NBA-Spezialist würde ich aber ganz klar zu Take2 greifen.
Anfänger greifen zu EA's Titel.