Mit Partisan - Widerstand hinter den feindlichen Linien hat DTP
entertainment ein neues Action Rollenspiel auf dem Markt gebracht.
Entwickler Paradigm versuchte eine Art Diablo im 2. Weltkriegs Setting
zu gestalten.
Als russischer Hauptmann habt Ihr in
einer sinnlosen Schlacht Eure Truppen zurückgerufen um nicht noch mehr Opfer zu beklagen. Eure Befehlshaber
sahen dieses jedoch nicht so lobenswert an und teilten Euch einen
Strafbatallion zu.
Dieses wurde von deutschen Truppen überrannt und nun
ist es an Euch Eure Gefolgsleute, die gefangen genommen wurden zu befreien und die
deutschen Truppen zurück zu drängen. Klingt zunächst gar nicht einmal schlecht! Schade, dass diese vielversprechende Geschichte nur in Form von Bildern und Sprachausgabe Euch erzählt wird.
Grafisch ist die Umgebung sehr hübsch dargestellt. Gräser biegen sich
zur Seite wenn Ihr diese durchschreitet und liefern Euch bereits zu
Beginn einen guten Eindruck. Auch der Schattenwurf wirkt sich positiv auf die Landschaft aus. Leider sind die Charakterdetails recht
bescheiden, jedoch genügsam für ein Action Rollenspiel dieses Formats.
Auch die Präsentation hält sich in Grenzen. So wird die Story in Bildern
und Sprache erklärt, sowie inGame von NPC´s in alter World of Warcraft
Manier. Sprich Quests gibt es in Ausrufezeichen über den jeweiligen NPC.
Optisch hat das Spiel Anleihen von einen Commandos oder auch einen
Legends - Hand of God, jedoch ist der Zoomfaktor nur reine Kosmetik.
Der Bildschirm ist recht funktionell aufgebaut. So habt Ihr in der
unteren Leiste schnell die Möglichkeit zwischen Primär und Sekundärwaffe
zu switchen oder auch Quickslots, wie Verbandskästen oder Granaten
schnell einzusetzen.
Die schlauchartigen Levels halten ab und an
Abkürzungen parat, das lockert das öde Spieldesign etwas auf. Der
Rollenspielaspekt des Games ist gering. Man merkt, dass das Game auf
Action abgelegt worden ist. So könnt Ihr Euren Charakter selbst wie auch
Eure Waffen aufwerten und Sie begrenzt in Euren Rucksack verstauen,
jedoch hat man meißt das Gefühl es kommt mehr drauf an wer klickt hier
am schnellsten um den jeweiligen Gegner auszuschalten.
Sehr
schön finden wir, dass die verschiedenen Waffen auch unterschiedliche
Reichweiten besitzen. So kann man mit einem Gewehr deutlich weiter
schießen als mit einer Pistole. Eine MG schießt dabei öfters mal daneben
und verbraucht viel Munition. Ihr solltet auch sparsam mit dieser
umgehen sonst bleibt Euch nur noch der Nahkampf mit einen Messer. Ein
satz zu der KI. Diese ist wirklich sehr dumm. Sie gehen nicht in Deckung
laufen gerne in unsere offensichtlichen Fallen und versuchen nicht im
Team zu kämpfen.
Richtig nervend ist das Lootsystem. Hier lassen
Eure Gegner ab und an überlebenswichtige Items beim Tod fallen, bzw. sie
springen so schön wie in Diablo aus der Leiche. Jedoch hat man größte
Mühe diese in der Spielumgebung wieder zu finden. Die Steuerung, die
oftmals nicht präzise funktioniert tut hier Ihr übriges. Das frustet
einen Spieler besonders wie ich finde.
Unpassend ist manchmal der
Musikeinsatz der sporadisch die Dramatik etwas untersreichen soll,
jedoch wirklich daneben liegt. Dafür hat DTP erste Klasse mal wieder in
der deutschen Sprachausgabe gezeigt. Man merkt deutlich, dass die
deutschen Sprecher hier sich Mühe geben zumindest hier die Ereignisse
richtig rüberzubringen.