Ich behaupte einmal, dass der spanische Entwickler namens Pendulo Studios
im Jahr 2002 damals das Adventure Genre gerettet hatte. Nachdem Lucas
Arts keine Adventures mehr entwickeln wollte, hat der Titel Runaway
von einen bis dahin unbekannten Entwickler Qualität gezeigt. Eine packende Story, schöne Grafik und zahlreiche
gute Ideen sorgten dafür, dass das Spiel auch hierzulande punktete.
Runaway 3: A
Twist of Fate soll nun der Abschluß der Serie werden! Nun, Brian Bassco ist
bereits zu Beginn des Adventures tod. Nachdem wir nur eine Handvoll
Rückblenden zu Beginn sehen sind wir noch verdutzter. Denn Brian wurde
anscheinend eines Mordes beschuldigt und in einen Irrenhaus
eingewiesen. Auf seinen anschließenden Fluchtversuch soll er dann umgekommen sein? Zurück in der Gegenwart spielen wir seine beste
Freundin namens Gina Timmins, die uns ja bereits aus den vorherigen Teilen uns
tatkräftig unterstützt hat. Tja, im Grunde war sie es ja die uns im
ersten Teil in die Lage gebracht hatte, aber das ist vergangen.
Denn
zum ersten mal dürfen wir auch hand an die weibliche Hauptrolle
anlegen. Desto weiter wir spielen, desto klarer wird es. Denn wir
spielen Brian jeweils in der Vergangenheit und erleben die Geschehnisse
sozusagen Rückwärts aus den Erzählungen seiner Freunde und Aufseher. Im ständigen Wechsel von Gegenwart und
Vergangenheit ist es ein guter Schachzug das klassische Adventure zu
beginnen. Ein unbedingtes spielen der beiden Vorgängern ist nicht zwingend notwendig, jedoch kennt man einige Charaktere bereits
aus den Vorgängern. Ähnlich wie im zweiten Runaway Adventure: Runaway: A dream
of the Turtle ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels hoch.
Adventureneulinge greifen jedoch auf die Hotspotanzeige sowie dem neuen
Hilfesystem zurück. Ihr werdet dann von einer Adventurefigur namens Mr. Pendulo höchstpersönlich
per Funkkontakt und sozusagen in Cutszenes betreut um Euch wieder auf den
richtigen Weg zu bringen, dieses funktioniert sogar recht gut und macht
eine Lösung nicht mehr erforderlich. Mr. Pendulo gibt zunächst nur kleine Hilfe und bei einen zweiten klicken wird dann detaillierter geholfen. Das finden wir druchaus innovativ und hilfreich.
Ansonsten
geht das typische Point and Clicksystem gut von der Hand. Besonders der
Spielwitz ist mal wieder hervorragend getroffen. Die Sprecher der
deutschen Sprachausgabe sind gut getroffen und so setzt sich die
hübsche Comicgrafik besonders auch in den schönen und zahlreichen animierten
Zwischensequenzen in Szene. Bei den Rätseln sind wir geteilter
Meinung. Zwar sind die meistens durchaus logisch, dennoch ist der
Hinweis auf die nächste Aufgabe von Gina oder Brian so gut wie nicht gegeben. Dieser
Minuspunkt wird aber wie bereits erwähnt durch das gute Hilfesystem
sowie dem Journal wieder weggemacht. Das Journal läßt einen anhand von Bildern und Sprache nochmal die Erlebnisse revue passieren.
Ich finde die Runaway Serie einfach nur Klasse.
Tolle skurile Charaktere, spannende Stories, gute Sprachausgabe und schöne
Animationen sorgen für die tolle Stimmung. Auch im dritten Teil ist man
auf einen solide gute Wertung. Kleinere Abzüge gibt es jedoch in der "B"
Note. Warum weiß man nie was eigentlich zu tun ist? Wieso gibt es trotz
der Releaseverschiebung immer noch Soundbugs? Diese spiegeln sich selten in Form von doppelter Sprachausgabe oder durch ein leichtes
Soundknistern aus. Auf zwei Testrechnern mit unterschiedlichen Systemen
kamen diese zwar recht selten, jedoch dennoch immer wieder vor. Adventurfans sowie Adventureneulinge können ohne größere Bedenken hier zuschlagen und werden viel Spaß hiermit haben.