Der Expertentitel Spirit Island von Pegasus Spiele stellt bekannte Prinzipien auf den Kopf

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Zivilisationen emporsteigen zu lassen – das kennen viele Spieler. Doch in Spirit Island geht es genau um das Gegenteil: Kooperativ müssen die Spieler als Naturgeister eine Horde Invasoren von ihrer Insel vertreiben, bevor diese allzu großen Schaden anrichten können.

Ein 4X-Spiel (eXplore, eXpand, eXpoit, eXterminate) hatte wahrscheinlich jeder Vielspieler schon auf dem Tisch. In diesen Strategiekrachern wetteifern die Spieler darum, mit der eigenen Nation unbekanntes Terrain auszukundschaften, sich auszubreiten, die verfügbaren Ressourcen auszubeuten und die Mitspieler auszuschalten. Das Expertenspiel Spirit Island nimmt dieses Konzept und dreht es um: auch hier gibt es Siedler, die sich auf einer unbekannten Insel niederlassen und ausbreiten wollen. Doch werden sie nicht von den Spielern, sondern vom Spiel gesteuert.

Jede Runde erkunden die Invasoren neue Gebiete, in denen sie in späteren Runden Dörfer und Städte errichten, die eingeborene Bevölkerung vernichten und das Land verwüsten. Derweil schlüpfen bis zu vier Spieler in die Rollen von mächtigen Naturgeistern, die allesamt unterschiedliche Fähigkeiten haben. Während der eine ein wahres Verteidigungsbollwerk errichten kann, macht der andere ganze Städte dem Erdboden gleich. Nur gemeinsam und im stetigen Austausch miteinander können die Spieler eine Strategie finden, um die Eindringlinge zu besiegen. Doch wie in beinahe jedem kooperativen Spiel führen weitaus mehr Wege zur Niederlage, als zum Sieg.

Mit zehn verschiedenen Schwierigkeitsgraden, acht Geistern, vier Szenarienkarten und drei Nationen für die Invasoren spielt sich keine Partie von Spirit Island wie die andere und stellt die Spieler beständig vor neue Herausforderungen, die ihnen noch mehr abverlangen. Gleichzeitig behandelt Spirit Island unterschwellig das heutige Problem der Plastikverschmutzung. Während das Spielmaterial für die Geister und die naturverbundenen Ureinwohner der Insel aus Holz besteht, sind die Entdecker, Dörfer und Städte der Invasoren sowie die Ödnis, die sie hinterlassen, aus Plastik.